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(De)Maskiert

Unter dem Thema Demaskiert hat sich Brigitte v.Schenck mit dem Haarverlust bei Frauen beschäftigt. Stärker als bei Männern wären Haare bei Frauen ein Mittel, mit dem sie ihre Persönlichkeit zur Schau stellen. Fallen diese aus, so fällt ein Ausdrucksmittel, eine Identifikation. Es sei, als würde eine Maske weggenommen und Frau stände plötzlich nackend und schutzlos dar.
Die Masken entstanden bereits vor einigen Jahren.

Zu Zeiten der Pest, die über Handelsschiffe nach Venedig eingeschleppt worden war, trugen die Ärzte Schnabelmasken, mit Kräutern und in Essig getränkten Tüchern gefüllt waren. Die Masken waren Schutz vor den üblen Gerüchen „Miasmen“ und vor der Ansteckungs-gefahr. Dass diese Masken für die Mediziner tatsächlich ein effektiver Schutz vor dem Bakterium und der Pestlaus gewesen sind, weiß man erst seit dem 19. Jahrhundert.
Zusätzlich liefern Masken einen Schutz vor dem Erkennen. Frau kann sich hinter ihren Haaren, wie hinter einer Maske verstecken. Sind sie dieses Schutzes beraubt, müssen sie zu ihrer Persönlichkeit stehen. Das heißt, sich annehmen.

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